Aufbau einer Photovoltaik-Solaranlage

Eine Photovoltaikanlage zur Umwandlung von Sonnenenergie in Wechselstrom (230 V) besteht in der Regel aus den Solarzellen, die in Solarmodulen zusammengefasst auf dem Dach montiert werden, dem Wechselrichter, der den Gleichstrom aus dem Solarmodul in Wechsel­strom (230 V) umwandelt, und dem Einspeisezähler mit dem der eingespeiste Stromertrag gemessen wird

Darüber hinaus werden häufig Anlagenüberwachungen und Displays zur Datenvisualisierung angebracht.

Ist mein Dach für eine Photovooltaikanlage geignet?

Photovoltaikanlagen können überall dort installiert werden, wo eine ausreichende Solarstrahlung gegeben ist. Dementsprechend lassen sich sehr viele Dachflächen nutzen. Eine Anlage arbeitet optimal, wenn sie mit einer Neigung von 30° nach Süden ausgerichtet ist und nicht verschattet wird. Eine Abweichung nach Südwest/Südostoder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser u.ä. sollten allerdings unbedingt vermieden werden.

- Statische Anforderungen und Installation

Das zusätzliche Gewicht, welches durch eine Aufdachmontage der PV-Anlage herbeigeführt wird, beträgt ca. 0,25 kg/m' und überschreitet in der Regel nicht 15 % der Gesamtlast, für die der Dachstuhl ausgelegt ist. Allerdings sollte bei größeren Dachneigungen bzw. windexponierten Standorten eine individuelle Prüfung der Dachstatik erfolgen. Bei der Aufdachmontage werden die Solarmodule üblicherweise auf eine Unterkonstruktion mit einigen Zentimetern Abstand zum Dach montiert. Werden die Solarmodule schon während der Bauphase oder bei der Dachsanierung in das Dach integriert, dann können Kosten für Dachziegel eingespart werden. Auch sind die statische Belastungen und die

Windangriffsflächen bei der sogenannten "Indachmontage" geringer als bei der Verwendung von Dachziegeln.

Wie lange dauern die Bauarbeiten ?

In der Regel nimmt die Montage einer Photovottaikanlage nicht mehr als zwei bis drei Tage in Anspruch. Die erwartete Lebensdauer von Solarmodulen liegt heute bei weit über 25 Jahren. Aus diesem Grund ist eine einwandfreie Montage wichtig, damit keine Schäden bezüglich der Haltekonstruktion oder der elektrischen Verdrahtung auftreten und so ein langfristiger Einsatz der Solarmodule möglich wird. Aus

Ist eine bauliche Genehmigung erforderlich ?

Grundsätzlich bedarf die Montage einer Photovoltaikanlage in Deutschland keiner Baugenehmigung. Lediglich bei denkmalgeschützten Gebäuden, und Freiflächenanlagen ist eine Genehmigung erforderlich. Auch hervorspringende Anlagen sollten vorher mit Landesbaubehörden abgestimmt werden.

Wie Groß sollte eine Photovoltaikanlage sein ?

Generell sollte man die Größe einer Photovoltaik von der vorhandenen Fläche sowie von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln abhängig machen. Zum Vergleich: Für die Versorgung einer vierköpfigen Familie, die etwa 3.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht, benötigt man rein rechnerisch eine Anlage von etwa 35 m2. Für einen wirtschaftlichen Betrieb wird eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von mindestens 1.000 Watt (1 kWp) benötigt. Je nach Qualität der Module sind das ca. 10 m2 Dachfläche.

Wie viel Energie kann eine Photovoltaikanlage produzieren ?

Erfahrungsgemäß erzeugt eine 1-kWp-Photovoltaik-Anlage in Deutschland im Jahr zwischen 800 und 1.050 kWh Strom, abhängig von der Region (Nord- /Süddeutschland), der Ausrichtung, den Wetterbedingungen und der Anlagentechnik. In guten Jahren und an optimalen Standorten sind aber auch mehr als 1.050 kWh zu erreichen.